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Sushi selbst gemacht

Sushi selbst gemacht

Im heutigen Blog zeige ich euch, wie ich meine Frau Oxana mit selbstgemachten Sushi begeistere…

Sushi ist ja generell schon ein sehr gesundes, kalorienarmes Abendessen. In meiner Oxi-Variante sind sie noch eine Stufe kalorienreduzierter als ohnehin schon.

Die Zubereitung von Sushi ist eigentlich überhaupt nicht schwer, erfordert aber etwas Zeit und Geduld … und der große Vorteil gegenüber ‚geliefertem Sushi‘ ist natürlich die Individualität. Ich mache sie für Oxi und mich wesentlich eiweißreicher und verzichte dafür auf Salz und Zucker. Oh ja, denn im Verkaufs-Sushi wird natürlich der Reis auch gesalzen und gezuckert, deshalb schmeckt’s ja auch so gut. Aber meine Sushis können in puncto Geschmack auch mithalten 🙂

Meine Zutaten:

Wir brauchen natürlich die Nori-Blätter, das sind getrocknete Algen in Blattform. Gibt’s in jedem Supermarkt. Ein einzelnes Blatt hat nur knapp 20 Kalorien und die halbieren wir meist noch (siehe unten).

Wasabi (Meerrettich) gehört genauso dazu wie eingelegter Ingwer, der zwischen den Sushi-Häppchen gegessen werden soll, um den Geschmack im Mund wieder zu neutralisieren. Dadurch schmeckt das nächste Sushi besser. Sagen die Profis.

Zum Garnieren und für das gewisse Extra nehme ich gerne noch eine kleine Dose Wildlachs-Caviar.

Philadelphia light zum Einstreichen…

Sesam für die Inside-Out-Rolle…

und etwas geröstete Zwiebeln für einen besseren Geschmack.

Für die Füllung:

Die Füllung wählen wir natürlich nach Belieben. Ich nehme gerne richtig dicke Stücke von Lachsfilet und Thunfisch (laut Verkäufer darf man keinen frischen Fisch nehmen, sondern nur Tiefkühlware = Sushi-Qualität). Bei geliefertem Sushi finden wir die Lachsstücke meist sehr klein geraten, daher erhöhe ich den Eiweißanteil immer gewaltig mit großzügig geschnittenen Lachsstreifen…

Beim Gemüse nehme ich Oxis Favoriten Rucola, Avocado und Gurke.

Der Reis

Reis ist natürlich der zentrale Bestandteil bei jedem Sushi. Es gibt speziellen Sushi-Reis zu kaufen, der eine gute Klebeeigenschaft hat. Die Zubereitung des Reises steht auf jeder Packung mit drauf und ist ganz einfach: Zuerst den Reis ein paar Mal waschen, bis er klar ist,  dann in einen Topf kippen, mit 500ml Wasser zum Kochen bringen und dann auf unterster Herdstufe etwa 15 – 20 Minuten ziehen lassen. Mehrmals umrühren nicht vergessen. Dabei würze ich den Reis dann mit etwas Reisessig. Salz und Zucker (was an dieser Stelle mit untergerührt wird) lass ich weg.

Abschließend den Reis in einem Teller ausbreiten und abkühlen lassen.

Die Bambusmatte

Das einzige Spezialwerkzeug ist eigentlich die Bambusmatte, die wir zum Rollen benötigen. Die gibt’s auch in jedem Supermarkt zu kaufen. Unbedingt mit einer Frischhaltefolie umwickeln, damit sie lange sauber bleibt!

Und jetzt geht’s los. Es gibt verschiedene Sushi-Sorten; ich stelle euch heute zwei vor, die ich gerne selber mache.

Maki-Sushi (=gerolltes Sushi)

Das ist die bekannteste Variante. Maki-Sushi rollen wir mithilfe der Bambusmatte. Wenn das Nori-Blatt am Ende außen ist, spricht man von Hoso-Maki (= eine dünne Rolle mit wenig Füllung) oder Futo-Maki (= dicke Rolle mit viel Füllung). Ich mache wie auf dem Bild zu sehen natürlich die dicke Rolle, weil Oxi nach ihren Abendkursen immer einen groooßen Hunger hat 🙂

Zuerst halbieren wir das Nori-Blatt. Eine Hälfte ergibt eine Rolle. Die glatte Seite des Nori-Blattes wird nach unten auf die Bambusmatte gelegt. Die obere (rauhe) Seite belegen wir individuell mit Reis. Es hilft dabei, die Hände leicht zu befeuchten, damit der Reis nicht an den Fingern kleben bleibt. Ich bastle nur einen dünnen Streifen Reis, damit Oxi nicht so viele Kohlenhydrate erhält. Dafür kommt dann ein schöner dicker Streifen Lachs darauf, daneben Avocado und Rucola. Auf dem unteren Bild sehen wir eine Variante mit Thunfisch, das ist wie gesagt Geschmackssache.

Den Fisch bestreiche ich dann noch schön dick mit Frischkäse und Wasabi, das gibt einen guten Geschmack.

Sushi – Kunst

Jetzt kommt die Kunst 🙂 Das Einrollen… dabei braucht man etwas Übung. Meine ersten Versuche waren natürlich auch noch nicht so pefekt, aber Übung macht den Meister… immer weiter und weiter und dann wird das Ergebnis optisch auch immer ansprechender.

Das belegte Nori-Blatt wird mit Hilfe der Bambusmatte zügig eingerollt und mit den Händen leicht angedrückt.

Die fertige Rolle wird dann mit einem scharfen, nassen Messer in 6 Teile geschnitten. Wichtig ist dabei ein schneller Schnitt, damit das Nori-Blatt nicht reißt.

Wie auf dem Bild oben zu sehen ist, habe ich die untere Maki-Rolle noch mit dünnen Thunfisch-Streifen belegt. Schaut gut aus und ergibt noch eine Zusatz-Eiweiß-Bombe 🙂

 

Ura-Maki = Inside-Out-Rolle = California Rolle

Als zweite Variante zeige ich euch noch, wie eine Inside-Out-Rolle geht… Ist nämlich auch gar nicht schwer, schaut nur so aus 🙂

Ein halbes Nori-Blatt wird auf seiner rauhen Seite fast komplett mit Reis bedeckt, links und rechts muss ein dünner Streifen frei bleiben. Ihr seht schon, dafür benötigt man wesentlich mehr Reis, sprich mehr Kohlenhydrate… den Reis kann man dann nach Belieben mit Sesam oder anderen Körnern oder Fischeiern bestreuen. Ich drücke die Körner mit dem Löffel noch leicht an den Reis, damit sie beim Wenden des Blattes nicht abfallen.

Jetzt muss das Nori-Blatt samt dem Reisbelag zügig, aber vorsichtig gewendet werden; meist bleibt alles befestigt. Belegt wird das Ganze wie bei der vorherigen Rolle, nur mit dem Unterschied, dass der Belag direkt aufs Nori-Blatt kommt und nicht auf die Reisschicht. Dann erfolgt wieder der heikelste Teil, das Einrollen…

Die fertige Rolle habe ich auf diesem Foto unten noch mit etwas gerösteten Zwiebeln für mich belegt, weil mir das einfach gut schmeckt.

Wenn man eine California-Rolle schneiden möchte, muss sie zwingend mit einer Frischhaltefolie bedeckt werden, da man sie ja mit der linken Hand richtig festhalten muss und ohne die Folie würde der Reis an den Fingern kleben. Außerdem kann man nach dem Schnitt mit Hilfe der Folie die Form wieder etwas zurecht drücken.

Und so schaut mein fertiger Teller aus 🙂

Mein Fazit über selbst gemachtes Sushi:

Es kostet schon eine gewisse Arbeits- und Vorbereitungszeit, aber man bekommt ein wunderbar leichtes und vor allem gesundes Abendessen. Gerade in einer Abnehm- oder Diätphase ist Sushi eine tolle Alternative, denn es liefert hochwertige Nährwerte, vor allem gute Omega-Fette und hochwertiges Eiweiß. Der Reis liefert gute Kohlenhydrate, ist kalorienarm und sättigt gut.

 

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